Straße zwischen Damaskus und Homs, 03.08.2017 | Bildquelle: AFP

Kampf gegen Terrormiliz in Syrien IS verliert letzte Stadt in Homs

Stand: 06.08.2017 10:54 Uhr

Die IS-Terrormiliz verliert in Syrien offenbar weiter an Boden. Regierungstruppen eroberten laut Aktivisten mit Al-Suchna die letzte große Stadt in der östlichen Provinz Homs vom IS zurück. Von der syrischen Regierung gab es dafür noch keine Bestätigung.

Die syrische Armee hat die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) offenbar aus der letzten von ihr kontrollierten Stadt in der Provinz Homs vertrieben. Die Regierungstruppen eroberten die Stadt al-Suchna, die rund 70 Kilometer nordöstlich von Palmyra liegt, nach heftigem Artilleriefeuer und russischen Luftangriffen zurück, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

Von der syrischen Regierung gab es zunächst keine offizielle Bestätigung für die Rückeroberung von al-Suchna. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, die Regierungstruppen hätten die Stadt von drei Seiten umstellt.

Wichtiges Etappenziel

Die Einnahme von al-Suchna ist für die Regierungstruppen ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg nach Deir al-Sor. Die ölreiche Provinz im Osten Syriens wird noch zu großen Teilen vom IS kontrolliert. Hier sollen sich auch viele Führungskräfte der Terrormiliz aufhalten. Ein Teil der gleichnamigen Provinzhauptstadt Deir Essor steht unter Kontrolle der Regierungstruppen.

Im Mai hatte die syrische Armee eine Offensive gestartet, um die Wüstengebiete zwischen der Hauptstadt Damaskus und Deir Essor sowie weiteren Städten im Euphrat-Tal von den Dschihadisten zurückzuerobern. Der IS steht auch in weiteren Teilen Syriens unter Druck. In Nordsyrien waren von den USA unterstützte arabische und kurdische Kämpfer zuletzt in das Zentrum der bisherigen IS-Hochburg Raka vorgedrungen.

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) sitzt in Großbritannien und will Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren. Die Informationen der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.  

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. August 2017 um 02:00 Uhr.

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